Nach der heutigen Verabschiedung von unserem Gerhard Hochholzer wurde es mir erst so richtig bewusst, dass er nun nicht mehr unter uns ist.
Ich kann ihn nicht mehr anrufen, wenn ich eine Frage habe, oder ihn von einer Idee begeistern die mir gerade in den Sinn kommt. Gerhard war einfach immer da… jetzt aber nicht mehr. Ich denke wir werden erst jetzt nach und nach merken was er alles geleistet hat und welche Mühen er auf sich genommen hat, wenn diese Aufgaben jetzt an uns weitergegeben werden.
Heute bei der Heimfahrt der Verabschiedung wurden uns zwei Dinge klar.
Erstens - Gerhard war schon immer eine Kämpfernatur, er hat sich unermüdlich für so vieles eingesetzt und es meistens auch erreicht. Ich in meinem Fall kann sagen, dass ich ohne Gerhard wahrscheinlich nicht so eine tolle aktive Turnierkarriere gehabt hätte. Er hat sich immer für mich eingesetzt, er ist sogar mit mir damals zu meiner ersten WM in die Schweiz mit Pferd im Hänger angereist (!!). Dieses tolle Erlebnis welches ich mit Gerhard teilen durfte werde ich nie in meinem Leben vergessen. Ich bin ihm wirklich zu tiefst dankbar für alles was er für mich getan hat.
Die zweite Sache die uns auch ganz bewusst wurde, Gerhard wollte nie Mitleid. Er hat am Telefon entweder gesagt: „Es geht mir den Umständen entsprechend sehr gut.“ Oder „Gerade ist es nicht so gut, aber morgen ist es wieder besser, kann ich dich da anrufen?“ Ich habe heute gehört wie seine Frau Marie bei der Verabschiedung zu jemand weinendem gesagt hat: „Nicht traurig sein, das hätte er nicht gewollt…“